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<title>Persische Architektur</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Persische Architektur</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der Begriff <b>persische Architektur</b> oder <b>iranische Architektur</b> bezeichnet die <a href="Architektur" title="Architektur">Architektur</a> im heutigen <a href="Iran" title="Iran">Iran</a> und den angrenzenden Gebieten des früheren <a href="Perserreich" title="Perserreich">Perserreichs</a>. Als eines der 20 größten Länder der Erde weist Iran eine große topografische und klimatische Vielfalt auf, die die Architektur in den unterschiedlichen Landesteilen beeinflusst hat. Zugleich liegt das Gebiet des heutigen Irans im Zentrum des <a href="Alter_Orient" title="Alter Orient">Alten Orients</a>, eines der ältesten Kulturräume der Welt mit einer Jahrtausende in die Vergangenheit reichenden kontinuierlichen Geschichte, von der auch die Architektur zeugt.
</p>



<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historischer_Überblick"><span id="Historischer_.C3.9Cberblick"></span>Historischer Überblick</h2></div>
<p>Dauerhafte Bauwerke sind in Iran seit der <a href="Sesshaftigkeit" title="Sesshaftigkeit">Sesshaftwerdung des Menschen</a> im 8. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen. Schon zwischen 3200 und 2800 v.&nbsp;Chr. bestand auf dem Gebiet Irans das <a href="Elam_(Altertum)" title="Elam (Altertum)">Elamitische Reich</a>. Die <a href="Meder_(Volk)" title="Meder (Volk)">Meder</a> vereinigten das Gebiet um 625 v. Chr. erstmals zu einem Reich. Die von <a href="Kyros_II." title="Kyros II.">Kyros dem Großen</a> begründete Dynastie der <a href="Ach%C3%A4menidenreich" title="Achämenidenreich">Achämeniden</a> regierte vom heutigen Südiran aus bis zur Eroberung durch <a href="Alexander_der_Gro%C3%9Fe" title="Alexander der Große">Alexander den Großen</a> im Jahr 330 v. Chr. Es folgte das <a href="Sassanidenreich" title="Sassanidenreich">Sassanidenreich</a>, das zwischen dem 3. und 7. Jahrhundert neben dem <a href="Byzantinisches_Reich" title="Byzantinisches Reich">Byzantinischen Reich</a> zu den mächtigsten Staaten der damals bekannten Welt zählte. Die <a href="Islamische_Expansion" title="Islamische Expansion">Ausbreitung des Islam</a> führte 651 zum Ende des Sassanidenreichs. Persien wurde ein Teil der Islamischen Welt und von <a href="Kalif" title="Kalif">Kalifen</a> <a href="Kalifat" title="Kalifat">regiert</a>. Persische <a href="Gelehrte" class="mw-redirect" title="Gelehrte">Gelehrte</a> hatten entscheidenden Anteil an der <a href="Bl%C3%BCtezeit_des_Islam" title="Blütezeit des Islam">Blütezeit des Islam</a>. <a href="Seldschuken" title="Seldschuken">Seldschuken</a>, <a href="Mongolisches_Reich" title="Mongolisches Reich">mongolische</a> <a href="Ilchane" title="Ilchane">Ilchane</a>, und die <a href="Timuriden" title="Timuriden">Timuriden</a> lösten einander in der Herrschaft ab, bis 1499 Schah <a href="Ismail_I._(Schah)" title="Ismail I. (Schah)">Ismail I.</a> die Dynastie der <a href="Safawiden" title="Safawiden">Safawiden</a> gründete, die bis ins 18. Jahrhundert Bestand hatte. Unter der Förderung der Safawidenherrscher erlebte Persien eine Blütezeit der Kunst und Architektur. Es entstanden architektonische Meisterwerke, die heute zum Bestandteil des <a href="UNESCO-Welterbe" title="UNESCO-Welterbe">Weltkulturerbes</a> zählen. Unter der 1794 gegründeten <a href="Kadscharen" title="Kadscharen">Kadscharen</a>-Dynastie begann der politische Einfluss Persiens abzunehmen. Die beiden Monarchen der <a href="Pahlavi_(Dynastie)" title="Pahlavi (Dynastie)">Pahlavi-Dynastie</a> betrieben eine Politik der Modernisierung und <a href="S%C3%A4kularisierung" title="Säkularisierung">Säkularisierung</a>, teils unter Instrumentalisierung des antiken kulturellen Erbes und zum Preis politischer und gesellschaftlicher Oppression. Gesellschaftliche Spannungen kulminierten in der <a href="Islamische_Revolution" title="Islamische Revolution">Islamischen Revolution</a> von 1979.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Epochen">Epochen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Früheste_Zeit:_8.–1._Jahrtausend_v._Chr."><span id="Fr.C3.BCheste_Zeit:_8..E2.80.931._Jahrtausend_v._Chr."></span>Früheste Zeit: 8.–1. Jahrtausend v. Chr.</h3></div>
<p>Die Architekturgeschichte Irans beginnt mit der Sesshaftwerdung des Menschen. Anhand archäologischer Funde lässt sich die zunehmende Differenzierung und Konstruktion der Gebäude nach unterschiedlichen Zwecken in ihrer historischen Entwicklung seit frühester Zeit nachvollziehen.
</p>

<p>Die frühesten bekannten, archäologisch fassbaren Bauten wurden im <a href="Tell_(Arch%C3%A4ologie)" title="Tell (Archäologie)">Tappe</a> von Ganğ Darreh freigelegt und ins 8.–7. Jahrtausend v. Chr. datiert. Hier entstanden in vier Haupt-Siedlungsschichten kleine rechteckige Räume mit abgerundeten Ecken. Stampflehmhäuser aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. wurden in <a href="Tappe_Sialk" title="Tappe Sialk">Tappe Sialk</a> im zentralpersischen Kaschan freigelegt. Differenzierte architektonische Elemente, wie einfache <a href="Strebewerk" title="Strebewerk">Strebepfeiler</a> und <a href="Risalit" title="Risalit">Risaliten</a>-ähnliche Mauervorsprünge wurden in <a href="Tappe_Zaghe" title="Tappe Zaghe">Tappe Zāğeh</a> und in der Siedlung <a href="Tschogha_Misch" title="Tschogha Misch">Tschogha Misch</a> (Čoġā Miš) nachgewiesen. Im 4. Jahrtausend tauchen nach heutiger Kenntnis erstmals Verteidigungsanlagen auf, wie in der Siedlung <a href="Godin_Tepe" title="Godin Tepe">Godin VI/V</a> und im „burned building“ in <a href="Tepe_Hissar" title="Tepe Hissar">Tappe Hesār</a> IIIB aus dem 3. Jahrtausend. Dieser Bau wies schon Türme auf, die der Verteidigung dienen konnten. In Nordwestiran wurden mauergeschützte Siedlungen mit den typischen Rundhäusern der so genannten „Frühen transkaukasischen Kultur“ ausgegraben, die im 3. Jahrtausend v. Chr. bestanden. Siedlungsanlagen und ein Steinbruch aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. wurden im südostiranischen <a href="Tepe_Yahya" title="Tepe Yahya">Tappe Yahya</a> gefunden; weitere bedeutende Siedlungen der Bronzezeit bestanden in <a href="Dschiroft-Kultur" title="Dschiroft-Kultur">Dschiroft</a>, heutige Provinz <a href="Kerman_(Provinz)" title="Kerman (Provinz)">Kerman</a>, und in <a href="Schahr-e_Suchte" title="Schahr-e Suchte">Schahr-e Suchte</a> in der heutigen Provinz <a href="Sistan_und_Belutschistan" title="Sistan und Belutschistan">Sistan und Belutschistan</a>. Am Fundplatz Sandal B bei <a href="Dschiroft" title="Dschiroft">Dschiroft</a> wurde eine zweistöckige Zitadelle auf einer Fläche von 13,5 Hektar freigelegt.
</p>

<p>Ende des 2. Jahrtausends lässt sich eine differenziertere architektonische Planung nachweisen, die Bauten werden großräumiger und es lassen sich einzelne Bereiche voneinander unterschieden, wie beispielsweise eine von einem Korridor umgebene Hofanlage in einer frühen Siedlungsschicht von <a href="Anschan_(Persien)" title="Anschan (Persien)">Tal-i Malyan</a>. Die Architektur nutzt die durch das Gelände vorgegebenen Bedingungen, um die bestmögliche Verteidigung des Baukomplexes zu gewährleisten, indem sie die Mauer vor- und zurückspringen lässt. Auch einfache Toranlagen lassen sich jetzt anhand der Grabungsfunde abgrenzen. Eine Trennung zwischen Siedlung und erhöht gelegener Befestigung (Zitadelle) wird ebenso erkennbar wie eine Gliederung der Festungsanlage in einen oberen, mittleren, und unteren Burgbereich. In <a href="Haft_Tepe" title="Haft Tepe">Haft Tappe</a> und <a href="Tschogha_Zanbil" title="Tschogha Zanbil">Tschogha Zanbil</a> (Čoġā Zanbil), ca. 40&nbsp;km südöstlich von <a href="Susa_(Persien)" title="Susa (Persien)">Susa</a>, deuten <a href="Zikkurat" title="Zikkurat">Zikkurat</a>-ähnliche Bauwerke mit Hochterrassen auf eine kultische Funktion. In ihrer unmittelbaren Nähe konnten Palastbauten nachgewiesen werden.<sup id="cite_ref-Kleiss_2015_S433_4_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_2015_S433_4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Urartäer_in_West-Aserbaidschan:_9.−6._Jh._v._Chr."><span id="Urart.C3.A4er_in_West-Aserbaidschan:_9..E2.88.926._Jh._v._Chr."></span>Urartäer in West-Aserbaidschan: 9.−6. Jh. v. Chr.</h3></div>
<p>Im 9. Jahrhundert v. Chr. entstanden Burganlagen der <a href="Urart%C3%A4isches_Reich" title="Urartäisches Reich">Urartäer</a> auch im <a href="West-Aserbaidschan" title="West-Aserbaidschan">nordwestlichen Aserbaidschan</a>, häufig in enger Nachbarschaft zu landwirtschaftlichen Anbauflächen, teils in Höhenlage. Kennzeichnend für die Architektur von Urartu ist die Gründung der Mauern aus standardisierten Lehmziegeln auf einem Sockel aus Trockenmauerwerk, der wiederum auf dem sorgfältig in Terrassenform abgetragenen Felsgrund ruhte. Ihr Grundriss war gewöhnlich rechteckig. Regelmäßige Quadermauern kennzeichnen wichtigere Gebäude. Im 8. Jahrhundert wiesen die Festungen abwechselnd kleine und große Bastionen auf, im 7. Jahrhundert ging man zu gleich großen Bastionen über.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ab dem 7. Jahrhundert wurde der Felsgrund nur noch dort abgetragen, wo tatsächlich Mauern erbaut wurden.<sup id="cite_ref-Kleiss_2015_S433_4_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_2015_S433_4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Vorhandensein unterschiedlich großer und verschieden ausgebauter Burganlagen deutet darauf hin, dass die urartäischen Bauten unterschiedlichen Zwecken dienten: Größere Festungen mit rechteckigen Hofgebäuden könnten militärische oder Verwaltungsfunktionen gehabt haben. Kleine und mittlere Anlagen, die sich oft in der Umgebung einer größeren finden, werden als „Wirtschaftshöfe“ angesehen. Eine der größten urartäischen Festungen in Iran war <a href="Bastam_(West-Aserbaidschan)" title="Bastam (West-Aserbaidschan)">Bastam</a>.<sup id="cite_ref-Kleiss_2015_S433_4_1-2" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_2015_S433_4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Meder:_8.–6._Jh._v._Chr."><span id="Meder:_8..E2.80.936._Jh._v._Chr."></span>Meder: 8.–6. Jh. v. Chr.</h3></div>
<p>Im 6. Jahrhundert v. Chr. beginnt eine Übergangszeit hin zur Ausbildung der für die <a href="Meder_(Volk)" title="Meder (Volk)">Meder</a> typischen Architekturformen. Im <a href="Nuschidschan_Tappe" title="Nuschidschan Tappe">Nuschidschan Tappe</a> (Nuši Ğan Tappe) sind ein <a href="Feuertempel" title="Feuertempel">Feuertempel</a>, ein weiterer Tempel, der einem als <a href="Apadana" title="Apadana">Apadana</a> gedeuteten Bau angegliedert ist, und eine Zitadelle aus dieser Zeit erhalten. Ein medischer Herrensitz in <a href="Godin_Tepe" title="Godin Tepe">Godin Tappe</a> weist einen 30-Stützen-Saal auf.<sup id="cite_ref-Kleiss_2015_S433_4_1-3" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_2015_S433_4-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Hauptstadt des Mederreichs, <a href="Ekbatana" title="Ekbatana">Ekbatana</a>, lag vermutlich in der Nähe der heutigen Großstadt <a href="Hamadan" title="Hamadan">Hamadan</a>, konnte aber noch nicht eindeutig archäologisch nachgewiesen werden. Eine weitere wichtige medische Stadt war <a href="Anschan_(Persien)" title="Anschan (Persien)">Anschan</a>. Auch die Geschichte dieser Stadt reicht bis ins 6. Jahrtausend v. Chr. zurück.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Achämeniden:_559–330_v._Chr."><span id="Ach.C3.A4meniden:_559.E2.80.93330_v._Chr."></span>Achämeniden: 559–330 v. Chr.</h3></div>
<p>Die Ruinen dreier Residenzstädte sind aus der Zeit des <a href="Ach%C3%A4menidenreich" title="Achämenidenreich">Achämenidenreichs</a> erhalten: Pasargadae, Persepolis und Susa. <a href="Dareios_I." title="Dareios I.">Dareios I.</a> legte im 5. Jahrhundert v. Chr. die <a href="Persische_K%C3%B6nigsstra%C3%9Fe" title="Persische Königsstraße">Persische Königsstraße</a> an, welche die Hauptstadt <a href="Susa_(Persien)" title="Susa (Persien)">Susa</a> mit <a href="Sardes" title="Sardes">Sardis</a> in Westanatolien verband. Eine zweite Straße quer durch das <a href="Zagros-Gebirge" class="mw-redirect" title="Zagros-Gebirge">Zagros-Gebirge</a> führte an Ekbatana und den Dareios- und Xerxes-Inschriften von <a href="Gandschn%C4%81me" title="Gandschnāme">Gandschnāme</a> vorbei und passierte dann gut 100&nbsp;km Luftlinie weiter südwestlich <a href="Bisotun" title="Bisotun">Bisotun</a>, wo die <a href="Behistun-Inschrift" title="Behistun-Inschrift">Behistun-Inschrift</a> in drei Sprachen von den Siegen des Dareios berichtet.
</p>
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<div class="gallerytext"><a href="Naqsch-e_Rostam" title="Naqsch-e Rostam">Naqsch-e Rostam</a></div>
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</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Pasargadae">Pasargadae</h4></div>


<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pasargadae" title="Pasargadae">Pasargadae</a></i></div>
<p>Die älteste Residenzstadt der Achämeniden war Pasargadae. Wichtige Bauten der 559–525 v. Chr. ausgebauten Stadt sind die monumentalen Tore, die <a href="Apadana" title="Apadana">Apadana</a>, sowie der heilige Bezirk mit dem <a href="Feuertempel" title="Feuertempel">Feuertempel</a> und dem <a href="Kenotaph" title="Kenotaph">Grabmal</a> von <a href="Kyros_II." title="Kyros II.">Kyros II.</a><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Pasargadae wurde auch die früheste rekonstruierbare <a href="Persischer_Garten" title="Persischer Garten">persische Gartenanlage</a> entdeckt, deren Gestaltungsprinzipien die Architektur der gesamten folgenden Zeit, insbesondere die <a href="Islamische_Architektur" title="Islamische Architektur">Islamische Architektur</a>, prägen sollte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Persepolis">Persepolis</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Persepolis" title="Persepolis">Persepolis</a></i></div>
<p>Für die großköniglichen Paläste in Pasargadae und Susa sowie für die Palaststadt Persepolis wurden Werke der Hochkulturen ausgewählt, seien es griechische, mesopotamische oder ägyptische, und zu etwas ganz Eigenem umgeformt. So finden sich an achämenidischen Palästen Monumentaltore mit typisch ägyptischen Hohlkehlen, Säulen, die <a href="Ionische_Ordnung" title="Ionische Ordnung">ionische</a> Merkmale aufweisen (und auch von ionischen Steinmetzen geschaffen wurden), assyrisch-babylonische Flachreliefs und jene der assyrischen Kunst entlehnten Fabelwesen (<a href="Lamassu" title="Lamassu">Lamassu</a>), die aus geflügelten Rinderleibern mit Stier- oder Menschenköpfen bestehen und die paarweise an den Torgebäuden angeordnet die Funktion von Wächtern übernahmen.
</p><p>Ein achämenidischer Palastbezirk setzt sich aus mehreren Einzelgebäuden zusammen. In der ältesten Anlage von Pasargadae waren die weitgestreuten Bauten Teil des ersten nachweisbaren persischen <a href="Paradeisos" title="Paradeisos">Paradeisos</a>, einer riesigen umzäunten Gartenanlage mit künstlichen Wasserläufen, Seen, Palastbauten und Pavillons. Im Gegensatz dazu stehen die Baumassen in <a href="Persepolis" title="Persepolis">Persepolis</a> viel dichter zusammen und sind stärker aufeinander bezogen. Schon in Pasargadae wird zwischen einem Wohnpalast und einem Audienzpalast <i>(Apadana)</i> unterschieden.
</p><p>Die Palastgebäude bestehen aus einer zentralen rechteckigen Halle mit Wänden aus getrocknetem Lehm, deren hölzernes Flachdach von Steinsäulen getragen wurde. An mindestens einer, manchmal aber auch an allen vier Seiten schließen sich nach außen offene Vorhallen an, deren Dächer ebenfalls von Säulen getragen wurden. In Pasargadae überragte der zentrale Innenraum die umgebenden Vorhallen, so dass Fenster in der oberen Wandzone möglich waren. In Persepolis sind Vorhallen und zentrale Säulenhalle gleich hoch geworden, was das ehemalige Vorhandensein von Oberlichtern im Dach fast sicher macht.
</p><p>Der letzte <a href="Schah" title="Schah">Schah</a>, <a href="Mohammad_Reza_Pahlavi" title="Mohammad Reza Pahlavi">Mohammad Reza Pahlavi</a>, ließ 1971 Teile von Persepolis zur <a href="2500-Jahr-Feier_der_Iranischen_Monarchie" title="2500-Jahr-Feier der Iranischen Monarchie">2500-Jahr-Feier der Iranischen Monarchie</a> restaurieren.
</p><p>Sechs Kilometer nördlich von <a href="Persepolis" title="Persepolis">Persepolis</a>, bei <a href="Schiras" title="Schiras">Schiras</a>, befindet sich die Stätte von <a href="Naqsch-e_Rostam" title="Naqsch-e Rostam">Naqsch-e Rostam</a>. Neben vier Gräbern achämenidischer <a href="Gro%C3%9Fk%C3%B6nig" title="Großkönig">Großkönige</a> sowie eine Reihe <a href="Sassanidenreich" title="Sassanidenreich">sassanidischer</a> Felsreliefs steht hier auch der <a href="Ka%CA%BFbe-ye_Zartuscht" title="Kaʿbe-ye Zartuscht">Kaʿbe-ye Zartuscht</a>.
</p>
<div style="box-sizing:border-box;clear:{{{clear}}}; max-width:100%;margin-top:0.1em; margin-bottom:0.1em; margin-left:auto; margin-right:auto;"><div class="thumbinner centered panorama" style="max-width:782px; width: 100%; width: inherit;"><div class="thumbimage noresize" style="overflow-y:hidden; overflow-x:scroll; overflow:auto; width:100%; width:inherit;"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align: center;"><div style="float:right; margin:0 3px"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"><a href="https://tools.wmflabs.org/zoomviewer/?flash=no&amp;f=The+Palace+of+Darius%2C+Persepolis%2C+Iran+%2840897102783%29.jpg" title="Interaktiver Bildbetrachter" class="external"></a></span></div><div style="float:left; width:30px; height:12px;"></div>Palast des Darius in <a href="Persepolis" title="Persepolis">Persepolis</a></div></div></div>
<p>Der Kontakt der iranischen Architekten mit der kleinasiatisch-ionischen Bauwelt war für die achämenidischen Palastbauten entscheidend. Da man die steinernen Säulen mit einem hölzernen Dachgebälk kombinierte wagte man in der Apadana von Persepolis Interkolumnien von 8,65&nbsp;m. Die Säulen erreichten eine Höhe von 19,25&nbsp;m bei einem Schlankheitsgrad von 12 Durchmessern. Ergebnis war ein über 3600&nbsp;m² großer Innenraum voller Unbeschwertheit und Anmut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Susa">Susa</h4></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Susa_(Persien)" title="Susa (Persien)">Susa (Persien)</a></i></div>
<p>Die Siedlungsgeschichte von Susa, im Südwesten Irans nahe der <a href="Irak" title="Irak">irakischen</a> Grenze in der Provinz <a href="Chuzestan" title="Chuzestan">Chuzestan</a> am Rande der heutigen Stadt <a href="Schusch" title="Schusch">Schusch</a>, ist bis zurück ins 4. Jahrtausend dokumentiert. Vom dritten bis zum ersten Jahrtausend v. Chr. war Susa eine bedeutende Stadt der <a href="Elam_(Altertum)" title="Elam (Altertum)">Elamiter</a>. Der <a href="Palast_von_Dareios_I._(Susa)" title="Palast von Dareios I. (Susa)">Palast von Dareios I.</a> ist eines der Bauwerke aus achämenidischer Zeit in Susa.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Seleukiden,_Parther:_312–63_v._Chr."><span id="Seleukiden.2C_Parther:_312.E2.80.9363_v._Chr."></span>Seleukiden, Parther: 312–63 v. Chr.</h3></div>

<p>Im westlichen Iran traten die <a href="Seleukidenreich" title="Seleukidenreich">Seleukiden</a> in der Nachfolge Alexanders des Großen an die Stelle der <a href="Ach%C3%A4menidenreich" title="Achämenidenreich">Achämeniden</a>. Seit 310 v. Chr. gehörten <a href="Medien_(Land)" title="Medien (Land)">Medien</a>, <a href="Susa_(Persien)" title="Susa (Persien)">Susiane</a>, die <a href="Persis" title="Persis">Persis</a> und <a href="Karmanien" title="Karmanien">Karmanien</a> zu ihrem Reich. Eine umfassende Besiedlung des Landes mit Griechen erfolgte im Gegensatz zu den übrigen wichtigen Reichsteilen nicht. Ab 305 v. Chr. stand auch das östliche iranische Hochland sowie der Hindukusch unter seleukidischer Herrschaft. Die dort etablierten Satrapien <a href="Parthien" title="Parthien">Parthien</a> und <a href="Baktrien" title="Baktrien">Baktrien</a> machten sich jedoch um 246 v. Chr. unabhängig. Nominell verblieben sie zwar lange seleukidische Vasallen, wurden aber nie mehr direkt verwaltet. Aus Parthien und Baktrien gingen zwei bedeutende Reiche hervor, die sich später bis Mesopotamien beziehungsweise Indien erstreckten. Im Jahr 141 v. Chr. eroberten die Parther Iran.
</p><p>Ein bedeutendes Bauwerk der <a href="Partherreich" title="Partherreich">Parther</a> ist die <a href="Gro%C3%9Fe_Mauer_von_Gorgan" title="Große Mauer von Gorgan">Große Mauer von Gorgan</a> zwischen dem <a href="Kaspisches_Meer" title="Kaspisches Meer">Kaspischen Meer</a> und dem <a href="Kopet-Dag" title="Kopet-Dag">Kopet-Dag</a>, die in ihrer Anlage anderen großen Wallanlagen wie dem römischen <a href="Limes_(Grenzwall)" class="mw-redirect" title="Limes (Grenzwall)">Limes</a> und der <a href="Chinesische_Mauer" title="Chinesische Mauer">Chinesischen Mauer</a> gleichkommt. In regelmäßigen Abständen sind der aus Ziegelsteinen erbauten Mauer Kastelle zugeordnet. Die parthische Architektur ist in ihrer Form nur schwer von seleukidischen oder einfachen achämenidischen Bauten zu unterscheiden. Bauten aus seleukidischer, parthischer und römischer Zeit sind in <a href="Dura_Europos" title="Dura Europos">Dura Europos</a> entdeckt worden. Zwei parthische Felsreliefs finden sich an der Stätte von <a href="Hung-i_Nauruzi" title="Hung-i Nauruzi">Hung-i Nauruzi</a>.
</p><p>Die Ruinen der Stadt <a href="Hatra" title="Hatra">Hatra</a> im heutigen <a href="Irak" title="Irak">Irak</a> stellten einen der bedeutendsten Fundorte der Partherzeit dar und gehörten zum <a href="UNESCO-Welterbe" title="UNESCO-Welterbe">UNESCO-Welterbe</a>. Die Stätte selbst wird seit dem Sommer 2014 durch den sogenannten <a href="Islamischer_Staat_(Terrororganisation)" title="Islamischer Staat (Terrororganisation)">Islamischen Staat</a> (IS) kontrolliert. Anfang März 2015 meldete das irakische Kulturministerium, dass Hatra mit Bulldozern und Sprengstoff systematisch zerstört werde.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sasaniden:_224–642_n._Chr."><span id="Sasaniden:_224.E2.80.93642_n._Chr."></span>Sasaniden: 224–642 n. Chr.</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Stadtplanung">Stadtplanung</h4></div>
<p>Sasanidische Stadtanlagen folgten übergeordneten Plänen: <a href="Firuzabad" title="Firuzabad">Firuzabad</a>, die Residenzstadt des Begründers des Sassanidenreichs, <a href="Ardaschir_I." title="Ardaschir I.">Ardaschir I.</a>, war ursprünglich kreisförmig angelegt und von zwei Lehmmauern und einem 35 Meter breiten Graben umgeben. Zwanzig <a href="Radius" title="Radius">radial</a> angelegte Straßen führten auf ein turmartiges Gebäude zu, das nach <a href="Ernst_Herzfeld" title="Ernst Herzfeld">Ernst Herzfeld</a> vermutlich Teil einer Palastanlage oder eines Regierungsgebäudes war und als Symbol Ardaschirs zentralistischer Weltsicht gedeutet werden konnte. Acht Kilometer entfernt, am Ufer des westlichen Arms des Tang-āb-Flusses, liegt der Palast von Ardaschir I. mit einem teichartigen Becken und einem <a href="Feuertempel" title="Feuertempel">Feuertempel</a>.
</p><p><a href="Bischapur" title="Bischapur">Bischapur</a> erhielt nach seiner Neugründung durch <a href="Schapur_I." title="Schapur I.">Schapur I.</a> 266 einen rechteckigen Grundriss mit schachbrettartigem Stadtplan. Die eigentliche Stadt ist bisher nur zum kleinen Teil erforscht. Vor allem die Ruinen des Palastes stehen heute noch bis zu einer beachtlichen Höhe. Zentrum des Komplexes war eine kreuzförmige Anlage, die wohl aus einem Hof und vier <a href="Iwan_(Architektur)" title="Iwan (Architektur)">Iwans</a> bestand. Es handelt sich um den Thronsaal des Palastes, in dessen Wände sich Nischen befanden. Der ganze Palast war mit <a href="Mosaik" title="Mosaik">Mosaiken</a> dekoriert, die stilistisch hellenistischen Einfluss zeigen. In der Nähe der Stadt befindet sich eine Höhle mit einer <a href="Kolossal-Statue_Schapurs_I." title="Kolossal-Statue Schapurs I.">Kolossal-Statue Schapurs I.</a> Auch die Stadt <a href="Gundischapur" title="Gundischapur">Gundischapur</a> war auf eine Mittelachse hin ausgerichtet und war nach einem schachbrettartigen Plan errichtet.<sup id="cite_ref-Kleiss_2015_S435_6_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_2015_S435_6-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Doppelstadt <a href="Seleukeia-Ktesiphon" title="Seleukeia-Ktesiphon">Seleukeia-Ktesiphon</a> im heutigen <a href="Irak" title="Irak">Irak</a> war die Hauptresidenz der Könige der <a href="Parther" title="Parther">Parther</a> und der <a href="Sassanidenreich" title="Sassanidenreich">Sasaniden</a>. Nach der persischen Niederlage in der <a href="Schlacht_von_al-Q%C4%81dis%C4%ABya" title="Schlacht von al-Qādisīya">Schlacht von al-Qādisīya</a> wurde die Stadt (um 638) von den <a href="Islamische_Expansion" title="Islamische Expansion">Arabern erobert</a> und teilweise zerstört. Seit der Gründung <a href="Bagdad" title="Bagdad">Bagdads</a> 762 verfiel Seleukeia-Ktesiphon. Die einzige heute zu sehende Ruine ist der sasanidische (wohl von <a href="Chosrau_I." title="Chosrau I.">Chosrau I.</a> erbaute oder fertiggestellte) Palast <a href="Taq-e_Kisra" title="Taq-e Kisra">Taq-e Kisra</a>.
</p>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zitadelle von Rayen</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ruinen von der befestigten Stadt <a href="Izadch%C4%81st" title="Izadchāst">Izadchast</a></div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Festung Falak-ol-Aflak (Schapur-Chwast)</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Tschahar_Taq" title="Tschahar Taq">Tschahar Taq</a> in Baze-Hur-Feuertempel</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Iwan-_und_Kuppelbau">Iwan- und Kuppelbau</h4></div>

<p>Typisch für die sasanidische Architektur ist die Bauform des <a href="Iwan_(Architektur)" title="Iwan (Architektur)">Iwan</a>, ein offenes Gewölbe, dessen beeindruckendstes Beispiel im Taq-e Kisra erhalten ist. Einzelne oder um einen Innenhof aufgestellte Iwane sind typisch für die sasanidische Palastarchitektur, beispielsweise in den Palastruinen von Hağiābād und Čal Tarkhan. Kuppelbauten wurden unter Verwendung eines <a href="Trompe" title="Trompe">Ecktrompen</a>-Systems errichtet, mittels dessen einem rechteckigen Unterbau eine runde <a href="Kuppel" title="Kuppel">Kuppelschale</a> aufgesetzt werden kann. Der größte Kuppelbau aus sasanidischer Zeit ist der 18&nbsp;m hohe <a href="Tschahar_Taq" title="Tschahar Taq">Tschahar Taq</a> des <a href="Feuertempel" title="Feuertempel">Feuertempels</a> von Tschahar Khapu.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Giese-Vögeli_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Giese-Vögeli-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Palast von Ardaschir in Firuzabad</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Palast_von_Sarvestan" title="Palast von Sarvestan">Palast</a> von <a href="Sarvestan" title="Sarvestan">Sarvestan</a></div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tonnengewölbe in <a href="Bischapur" title="Bischapur">Bischapur</a></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Kuppel des <a href="Feuertempel" title="Feuertempel">Feuertempels</a> von Harpak in <a href="Abyane" title="Abyane">Abyane</a></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Brücken_und_Bewässerungssysteme"><span id="Br.C3.BCcken_und_Bew.C3.A4sserungssysteme"></span>Brücken und Bewässerungssysteme</h4></div>
<p>Die sasanidische Architektur kannte auch Brückenbauten zur Überquerung von Flüssen. Die bekannteste Brücke ist der <a href="Band-e_Kaisar" title="Band-e Kaisar">Band-e Kaisar</a>, ein <a href="%C3%9Cberfallwehr" title="Überfallwehr">Überfallwehr</a> mit Brücke über den Fluss <a href="Karun" title="Karun">Karun</a>. Das Wehr war das Kernstück des historischen Bewässerungssystems von Schuschtar, welches 2009 zum <a href="UNESCO-Welterbe" title="UNESCO-Welterbe">UNESCO-Welterbe</a> erklärt wurde.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Steinpfeiler und Wellenbrecher der <a href="Pol-e_Schahrestan" title="Pol-e Schahrestan">Pol-e Schahrestan</a>- und der <a href="Marnan-Br%C3%BCcke" title="Marnan-Brücke">Marnan-Brücke</a> in <a href="Isfahan" title="Isfahan">Isfahan</a> stammen vermutlich ebenfalls noch aus sasanidischer Zeit.<sup id="cite_ref-Kleiss_2015_S435_6_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_2015_S435_6-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kalifenherrschaft_(651–1258)_und_Seldschukenzeit_(1040–1194)"><span id="Kalifenherrschaft_.28651.E2.80.931258.29_und_Seldschukenzeit_.281040.E2.80.931194.29"></span>Kalifenherrschaft (651–1258) und Seldschukenzeit (1040–1194)</h3></div>
<p>Die <a href="Islamische_Expansion" title="Islamische Expansion">arabische Eroberung Persiens</a> führte 651 zum Ende des Sasanidenreichs, und zum Niedergang der zoroastrischen Religion in Persien. Persien wurde ein Teil der Islamischen Welt und von <a href="Kalif" title="Kalif">Kalifen</a> <a href="Kalifat" title="Kalifat">regiert</a>. Die Herrschaft der Kalifen über Persien endete, nachdem das <a href="Abbasiden-Kalifat" title="Abbasiden-Kalifat">Abbasiden-Kalifat</a> mit der <a href="Eroberung_von_Bagdad" title="Eroberung von Bagdad">Eroberung von Bagdad</a> 1258 dem <a href="Mongolisches_Reich" title="Mongolisches Reich">Mongolenreich</a> unter <a href="H%C3%BCleg%C3%BC" title="Hülegü">Hülegü</a> unterlegen war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Frühe_Hallenmoscheen"><span id="Fr.C3.BChe_Hallenmoscheen"></span>Frühe Hallenmoscheen</h4></div>
<p>Eine der frühesten Moscheebauten in Iran nach der arabischen Eroberung ist die <a href="T%C4%81rich%C4%81ne" title="Tārichāne">Tārichāne</a>-Moschee in <a href="Damghan" title="Damghan">Damghan</a> in der nordöstlichen Provinz <a href="Semnan_(Provinz)" title="Semnan (Provinz)">Semnan</a>. Ihr Bautyp entspricht dem der klassischen, in der gesamten islamischen Welt verbreiteten <a href="Hypostyl" title="Hypostyl">Hypostyl</a>- oder Hallenmoschee, bestehend aus einem umschlossenen Innenhof (<a href="Sahn" title="Sahn">Sahn</a>) und einer überdachten Gebetshalle auf meist rechteckigem Grundriss. Eine weitere, in <a href="Seldschuken" title="Seldschuken">seldschukischer</a> Zeit um 1080 erbaute <a href="Freitagsmoschee" title="Freitagsmoschee">Freitagsmoschee</a> <i>(Masdsched-e Dschāmeʿ)</i><sup id="cite_ref-Damghan_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-Damghan-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> befindet sich etwa 300 Meter nördlich. Von ihr ist nur noch das <a href="Minarett" title="Minarett">Minarett</a> im ursprünglichen Zustand erhalten.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Die_klassische_Iwanmoschee">Die klassische Iwanmoschee</h4></div>
<p>Im 9. Jahrhundert erstmals errichtet, in späterer Zeit mehrfach umgebaut, wurde die <a href="Freitagsmoschee_von_Borudscherd" title="Freitagsmoschee von Borudscherd">Freitagsmoschee von Borudscherd</a>. Mit 18&nbsp;m Durchmesser besitzt die <a href="Freitagsmoschee_von_Qazvin" title="Freitagsmoschee von Qazvin">Freitagsmoschee von Qazvin</a> eine der größten Kuppeln aus der Zeit der <a href="Seldschuken" title="Seldschuken">Seldschuken</a>.
</p><p>Aus der repräsentativen Architektur der Parther und Sasaniden wurden die Strukturen des Doms und des <a href="Iwan_(Architektur)" title="Iwan (Architektur)">Iwan</a> in die <a href="Islamische_Architektur" title="Islamische Architektur">Islamische Architektur</a> übernommen. Ein Iwan ist eine hohe, einseitig offene <a href="Halle_(Architektur)" title="Halle (Architektur)">Halle</a>, die von einem <a href="Tonnengew%C3%B6lbe" title="Tonnengewölbe">Tonnengewölbe</a> überdeckt wird: Ein quadratischer Kuppelsaal in Verbindung mit einem Iwan war ein charakteristisches Element der <a href="Sassanidenreich" title="Sassanidenreich">sassanidischen</a> Palastarchitektur; der Iwan mit seiner hochgezogenen Frontmauer (<a href="Pischtak" title="Pischtak">Pischtak</a>) wurde zum dominanten Merkmal der Außenfassade. Im Innern einer <a href="Moschee" title="Moschee">Moschee</a> weist der dem Hof zugewandte Iwan an der <a href="Qibla" title="Qibla">Qibla</a>-Wand die Gebetsrichtung. Bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts hatte sich die charakteristische iranische Hofmoschee nach dem Vier-Iwan-Schema mit jeweils zwei, sich in einem Achsenkreuz gegenüberstehenden Iwanen als Standard herausgebildet. Dieser Grundplan kommt auch bei <a href="Madrasa" title="Madrasa">Madrasas</a>, Wohngebäuden und <a href="Karawanserei" title="Karawanserei">Karawansereien</a> vor, und beeinflusste die spätere Architektur der <a href="Timuriden" title="Timuriden">Timuriden</a>- und der indischen <a href="Mogulreich" title="Mogulreich">Mogul</a>-Architektur.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Südecke des Moscheehofs der <a href="T%C4%81rich%C4%81ne" title="Tārichāne">Tārichāne</a> mit Iwan</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Der <a href="Schabestan" title="Schabestan">Schabestan</a> der Freitagsmoschee von Fahradsch</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Hauptiwan und Kuppelsaal der <a href="Freitagsmoschee_von_Qazvin" title="Freitagsmoschee von Qazvin">Freitagsmoschee von Qazvin</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Freitagsmoschee von Ardestan</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nichtradiale_Rippengewölbe"><span id="Nichtradiale_Rippengew.C3.B6lbe"></span>Nichtradiale Rippengewölbe</h4></div>

<p>Die <a href="Freitagsmoschee_von_Isfahan" title="Freitagsmoschee von Isfahan">Freitagsmoschee</a> von <a href="Isfahan" title="Isfahan">Isfahan</a> wurde durch den seldschukischen <a href="Wesir" title="Wesir">Wesir</a> <a href="Niz%C4%81m_al-Mulk" title="Nizām al-Mulk">Nizām al-Mulk</a> und seinem Rivalen Tadsch al-Mulk durch zwei Kuppelbauten in der Achse des Hofs erweitert. Einige Jahrzehnte später wurde die Balkendecke der Halle durch hunderte Kuppeln ersetzt. In einer dritten Bauphase entstanden vier <a href="Iwan_(Architektur)" title="Iwan (Architektur)">Iwane</a> jeweils in der Mitte der Hoffronten des Innenhofs.
</p><p>Für den islamischen Osten typisch wurde das <b>nichtradiale Rippengewölbe</b>, ein von einer Scheitelkuppel überfangenes System aus sich kreuzenden Gewölberippenpaaren. Diese frei – ohne Verwendung eines <a href="Lehrger%C3%BCst" title="Lehrgerüst">Lehrgerüsts</a> – errichteten Gewölbe entwickelten sich wahrscheinlich aus der Konstruktion der Feuertempel und der sasanidischen Bauform der <a href="Trompe" title="Trompe">Trompenkuppel</a>. Angefangen bei der Freitagsmoschee von Isfahan lässt sich die Gewölbeform in der ostislamischen Architektur bis in <a href="Safawiden" title="Safawiden">safawidische</a> Zeit anhand von Schlüsselbauten nachverfolgen. Die Hauptmerkmale dieses Gewölbetyps sind:
</p>
<ol><li>Ein typenprägendes Geviert sich kreuzender Gewölberippen, manchmal durch Verdopplung und Verschränkung zu einem achteckigen Stern ausgebildet;</li>
<li>das Wegfallen einer Übergangszone zwischen Gewölbe und Stützsystem;</li>
<li>eine auf dem Rippengerüst reitende Scheitelkuppel oder <a href="Laterne_(Architektur)" title="Laterne (Architektur)">Laterne</a>.</li></ol>
<p>In der <a href="Seldschuken" title="Seldschuken">Seldschukenzeit</a> bilden die sich kreuzenden Rippenpaare noch das Hauptelement des Baudekors, verbergen sich im Verlauf der Architekturgeschichte hinter zusätzlichen Elementen (beispielsweise in der Kuppel des Sultan-Sandschar-Mausoleums in <a href="Merw" title="Merw">Merw</a>), um schließlich, beispielsweise in der zweischichtigen Überwölbung des <a href="Naqsch-e_Dschahan#Hohe_Pforte_(Ali_Qapu)" title="Naqsch-e Dschahan">Ali-Qapu-Palastes</a>, vollständig hinter einer rein dekorativen Stuckschale zu verschwinden.<sup id="cite_ref-Giese-Vögeli_S66_88_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Giese-Vögeli_S66_88-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Festungsbauten_der_Assassinen">Festungsbauten der Assassinen</h4></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_der_ismailitischen_Festungen" title="Liste der ismailitischen Festungen">Liste der ismailitischen Festungen</a></div>
<p>Die Festungsbauten der <a href="Assassinen" title="Assassinen">Assassinen</a> sind aufgrund der optimalen Ausnutzung des Geländes zu Verteidigungszwecken bemerkenswert. 1090 nahm <a href="Hasan-i_Sabb%C4%81h" title="Hasan-i Sabbāh">Hasan-i Sabbah</a> die als uneinnehmbar geltende <a href="Zitadelle" title="Zitadelle">Zitadelle</a> von <a href="Alamut" title="Alamut">Alamut</a> dem seldschukischen Statthalter Mahdi ohne Blutvergießen ab. In der Folgezeit war die Festung für 166 Jahre der <a href="Hauptquartier" title="Hauptquartier">Hauptsitz</a> der persischen <a href="Nizariten" title="Nizariten">Nizariten</a>, einer <a href="Ismailiten" title="Ismailiten">ismailitischen</a> Gruppierung. Der Einflussbereich Hasan-i Sabbahs und seiner Nachfolger wurde später durch weitere Festungen (wie die von Lamasar) zu einem Netzwerk ausgebaut. Diese Burgen (<i>dar al-hidschra</i> genannt) dienten den Ismailiten in ganz Persien und Syrien als Zuflucht bei Verfolgungen oder Konflikten. Wie das <a href="Dsch%C4%81mi%CA%BF_at-taw%C4%81r%C4%ABch" title="Dschāmiʿ at-tawārīch">Dschāmiʿ at-tawārīch</a> von <a href="Rasch%C4%ABd_ad-D%C4%ABn" title="Raschīd ad-Dīn">Raschīd ad-Dīn</a> berichtet, eroberte <a href="H%C3%BCleg%C3%BC" title="Hülegü">Hülegü</a> 1256 Alamut.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zitadelle von <a href="Alamut" title="Alamut">Alamut</a> (ismailischer Stil)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die Zisterne (<i><a href="Ab_Anbar" title="Ab Anbar">Ab Anbar</a></i>) der <a href="Rudchan-Festung" title="Rudchan-Festung">Rudchan-Festung</a></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mongolisches_Ilkhanat_(1256–1335)_und_Timuridenreich_(1370–1507)"><span id="Mongolisches_Ilkhanat_.281256.E2.80.931335.29_und_Timuridenreich_.281370.E2.80.931507.29"></span>Mongolisches Ilkhanat (1256–1335) und Timuridenreich (1370–1507)</h3></div>
<p>Zwischen 1219 und 1221 wurde Persien von den <a href="Mongolisches_Reich" title="Mongolisches Reich">Mongolen</a> <a href="Mongolensturm" title="Mongolensturm">überfallen</a>. Nach 1260 trugen die Nachkommen von <a href="H%C3%BCleg%C3%BC" title="Hülegü">Hülegü</a> Chan den Titel „<a href="Ilchane" title="Ilchane">Ilchane</a>“. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaute <a href="Ghazan_Ilchan" title="Ghazan Ilchan">Ghazan Ilchan</a> eine neue Hauptstadt in Shãm, nahe <a href="T%C3%A4bris" title="Täbris">Täbris</a>. Mit dem Tode von Ilkhan Abu Said Bahatur 1335 zerfiel die Herrschaft der Mongolen in Persien, und das Land verfiel in politische Anarchie. 1381 fiel <a href="Timur" title="Timur">Timur</a> in Persien ein und begründete das Reich der <a href="Timuriden" title="Timuriden">Timuriden</a>. Seine Nachfolger behielten die Herrschaft über einen Großteil Persiens, bis sie 1468 dem Bündnis der <a href="Aq_Qoyunlu" title="Aq Qoyunlu">Aq Qoyunlu</a> unter <a href="Uzun_Hasan" title="Uzun Hasan">Uzun Hasan</a> unterlagen; Uzun Hasan und seine Nachkommen beherrschten Persien bis zum Aufstieg der Safaviden.
</p><p>Mit dem <a href="%C3%96ldscheit%C3%BC-Mausoleum" title="Öldscheitü-Mausoleum">Öldscheitü-Mausoleum</a>, zwischen 1302 und 1312 in <a href="Soltaniye" title="Soltaniye">Soltaniye</a> erbaut, ist ein Zentralbau mit Kuppel aus der Zeit der Ilchane erhalten. Teile des alten <a href="Kleinarmenien" title="Kleinarmenien">armenischen</a> christlichen Klosters <a href="Kloster_Sankt_Thadd%C3%A4us" title="Kloster Sankt Thaddäus">Sankt Thaddäus</a>, 20&nbsp;km südlich von <a href="Maku_(Iran)" title="Maku (Iran)">Maku</a> in der Nähe von <a href="Tschaldiran" title="Tschaldiran">Tschaldiran</a>, wurden zwischen 1319 und 1329 erbaut. Aus dieser Phase erhalten sind der Altar- und Hauptraum sowie das <a href="Baptisterium" title="Baptisterium">Baptisterium</a>. Anfang des 19.&nbsp;Jahrhunderts ließ der <a href="Kadscharen" title="Kadscharen">Kadscharenschah</a> <a href="Abbas_Mirza" title="Abbas Mirza">Abbas Mirza</a> das Kloster renovieren. Die Kirche ist von hohen Mauern umgeben, entlang derer sich Wohn- und Versorgungsgebäude befinden. Die polygon-konischen Türme der Klosterkirche erinnern einerseits an persische <a href="Gonbad_(Architektur)" title="Gonbad (Architektur)">Gonbads</a>, andererseits an die Bauformen seldschukischer Türme wie beispielsweise der Alaeddin-Moschee oder des Mevlana-Mausoleums im anatolischen <a href="Konya" title="Konya">Konya</a>. Baudekor und Bauweise der Kirche selbst entsprechen den Traditionen der älteren armenischen Architektur, wie sie in der ostanatolischen <a href="Kathedrale_von_Ani" title="Kathedrale von Ani">Kathedrale von Ani</a> sichtbar sind.
</p><p>Während der Herrschaft der <a href="Ilchane" title="Ilchane">Ilchane</a> entstanden im heutigen Iran Bauten wie die <a href="Freitagsmoschee_von_Waramin" title="Freitagsmoschee von Waramin">Freitagsmoschee von Waramin</a> und Teile der <a href="Freitagsmoschee_von_Yazd" title="Freitagsmoschee von Yazd">Freitagsmoschee von Yazd</a>. In dieser Zeit wurden die Hoffronten und die Innenseite der Iwane der Freitagsmoschee von Isfahan mit <a href="Glasur_(Keramik)" title="Glasur (Keramik)">glasierten</a> Kacheln verkleidet. Die <a href="Geometrische_Muster_in_der_islamischen_Kunst" title="Geometrische Muster in der islamischen Kunst">geometrische</a>, <a href="Arabische_Kalligrafie" title="Arabische Kalligrafie">kalligrafische</a> und <a href="Arabeske" title="Arabeske">florale</a> Ornamentierung verkleidet und verbirgt die durch die Lastenverteilung des Baukörpers bedingte Bauform. Damit war eine architektonische Tradition begründet, die für die Bauten des Islamischen Ostens der nachfolgenden Zeit bestimmend wurde.
</p><p>In timuridischer Zeit entstanden in <a href="Maschhad" title="Maschhad">Maschhad</a> die <a href="Goharschad-Moschee" title="Goharschad-Moschee">Goharschad-Moschee</a> und der Baukomplex der <a href="Imam-Reza-Schrein" title="Imam-Reza-Schrein">Imam-Reza-Schreins</a>, der heute insgesamt sieben Innenhöfe (Sahn) und 21 innere Hallen (<a href="Riwaq" title="Riwaq">Riwaq</a>) umfasst, die die Grabkammer von ar-Ridā umgeben. Angrenzend an der Grabkammer befindet sich eine Moschee aus dem 10. Jahrhundert, bekannt als Bala-e-Sar Moschee.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="%C3%96ldscheit%C3%BC-Mausoleum" title="Öldscheitü-Mausoleum">Öldscheitü-Mausoleum</a></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Aufriss des Öldscheitü-Mausoleums</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das armenische Sankt-Thaddäus-Kloster</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Innenraum des Thaddäus-Klosters</div>
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</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Safawidenzeit:_1501–1732"><span id="Safawidenzeit:_1501.E2.80.931732"></span>Safawidenzeit: 1501–1732</h3></div>
<p>In der <a href="Safawiden" title="Safawiden">safawidischen</a> Architektur unter Schah <a href="Abbas_I._(Persien)" title="Abbas I. (Persien)">Abbas I.</a> erreichte die iranische Architektur im Baukomplex des <a href="Naqsch-e_Dschahan" title="Naqsch-e Dschahan">Meidān-e Naghsch-e Dschahan</a> in <a href="Isfahan" title="Isfahan">Isfahan</a> einen Höhepunkt ihrer Entwicklung. Bei der im frühen 17. Jahrhundert errichteten Königsmoschee war auch die Außenseite der großen Kuppeln der Minarette mit einem Mosaik aus glasierten <a href="Fayence" title="Fayence">Fayence</a>-Kacheln in feinen Arabeskenmustern und geometrisierten Kalligrafien verkleidet. Die in blaugrünem Farbton gehaltenen Wände heben sich prachtvoll vor der umgebenden, ockerfarbenen Steppenlandschaft ab. Bedeutende Bauwerke in diesem Stil entstanden auch in der timuridischen Hauptstadt <a href="Samarqand" title="Samarqand">Samarqand</a> mit der <a href="Bibi-Chanum-Moschee" class="mw-redirect" title="Bibi-Chanum-Moschee">Bibi-Chanum-Moschee</a>, den <a href="Madrasa" title="Madrasa">Medresen</a> des <a href="Registan_(Samarqand)" title="Registan (Samarqand)">Registan</a>, und dem <a href="Gur-Emir-Mausoleum" class="mw-redirect" title="Gur-Emir-Mausoleum">Gur-Emir-Mausoleum</a>.
</p>
<div style="box-sizing:border-box;clear:{{{clear}}}; max-width:100%;margin-top:0.1em; margin-bottom:0.1em; margin-left:auto; margin-right:auto;"><div class="thumbinner centered panorama" style="max-width:782px; width: 100%; width: inherit;"><div class="thumbimage noresize" style="overflow-y:hidden; overflow-x:scroll; overflow:auto; width:100%; width:inherit;"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align: center;"><div style="float:right; margin:0 3px"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"><a href="https://tools.wmflabs.org/zoomviewer/?flash=no&amp;f=Naqsh-e+Jahan+Square%2C+Isfahan+city+in+Iran+D20130605d+%28cropped%29.jpg" title="Interaktiver Bildbetrachter" class="external"></a></span></div><div style="float:left; width:30px; height:12px;"></div>Panorama des <i><a href="Naqsch-e_Dschahan" title="Naqsch-e Dschahan"><span lang="fa-Latn" style="font-style:italic">Meidān-e Emām</span></a></i> in <a href="Isfahan" title="Isfahan">Isfahan</a>. Von links nach rechts Scheich-Lotfollāh-Moschee, Königsmoschee und Hohe Pforte</div></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Residenzen_und_Festungen">Residenzen und Festungen</h4></div>

<p>In und bei den Residenzstädten wurden Schlösser und Palastanlagen errichtet. Von 1548 bis 1598 war <a href="Qazvin" title="Qazvin">Qazvin</a> die Hauptstadt des Safawiden-Reiches. Die Hauptachsen eines Palastbezirks sowie das Ali-Qapu-Tor sind hier noch erhalten. Innerhalb der Palast- und Gartenanlagen entstanden Gartenpavillons, von denen noch der <a href="Pavillon_Tschehel_Sotun" title="Pavillon Tschehel Sotun">Pavillon Tschehel Sotun</a> in Qazvin, in Isfahan die gleichnamige Säulenhalle, der <a href="Hascht-Behescht-Palast" title="Hascht-Behescht-Palast">Hascht-Behescht-</a> und der <a href="Naqsch-e_Dschahan#Hohe_Pforte_(Ali_Qapu)" title="Naqsch-e Dschahan">Ali-Qāpū Palast</a> stehen. Palastbauten konnten auch von Personen aus der Elite errichtet werden. Diesen Bauten konnten auch Wirtschaftsgebäude angeschlossen sein; ein solcher Bau war beispielsweise Schloss ʿAbbās Ābād bei <a href="Natanz" title="Natanz">Natanz</a>.<sup id="cite_ref-Kleiss_S438_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_S438-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Brücken"><span id="Br.C3.BCcken"></span>Brücken</h4></div>

<p>In islamischer Zeit wurden zahlreiche Brücken und Dämme errichtet. Die Brücken <a href="Pol-e_Ch%C4%81dschu" title="Pol-e Chādschu">Pol-e Chādschu</a>, <a href="Si-o-se_Pol" title="Si-o-se Pol">Si-o-se Pol</a> und <a href="Pol-e_Schahrestan" title="Pol-e Schahrestan">Pol-e Schahrestan</a> aus safawidischer Zeit in Isfahan folgen sasanidischen Bautraditionen, neu war zu dieser Zeit aber die Einführung von Hohlräumen in den Brückenpfeilern, welche die Last des Bauwerks minderten und in ihrem Inneren nutzbare Räume boten. Dammanlagen können Brücken tragen oder Wassermühlen versorgen.<sup id="cite_ref-Kleiss_S438_12-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_S438-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein weiteres Beispiel ist die Brücke Davazdah Tscheschme in <a href="Amol" title="Amol">Amol</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kadscharen-Dynastie:_1789–1925"><span id="Kadscharen-Dynastie:_1789.E2.80.931925"></span>Kadscharen-Dynastie: 1789–1925</h3></div>
<p>1789 wurde <a href="Aga_Mohammed_Khan" title="Aga Mohammed Khan">Aga Mohammed Khan</a> zum Schah von Persien gekrönt, der Gründer der <a href="Kadscharen" title="Kadscharen">Kadscharen</a>-Dynastie, die für lange Zeit Ordnung und vergleichsweise friedliche Verhältnisse in Persien herstellte. Das Wirtschaftsleben erwachte. Drei wichtige Kadscharenherrscher, <a href="Fath-Ali_Schah" title="Fath-Ali Schah">Fath-Ali Schah</a>, <a href="N%C4%81ser_ad-Din_Sch%C4%81h" title="Nāser ad-Din Schāh">Nāser ad-Din Schāh</a>, und <a href="Mozaffar_ad-Din_Schah" title="Mozaffar ad-Din Schah">Mozaffar ad-Din Schah</a> belebten alte Traditionen der persischen Monarchie wieder.
</p><p>Zur Zeit der Kadscharen entstanden in und um <a href="Teheran" title="Teheran">Teheran</a> eine Reihe von Schlössern, die meist als mehrgeschossige Zentralbauten gestaltet und von <a href="Persischer_Garten" title="Persischer Garten">Gartenanlagen</a> umgeben waren. Hierzu zählt die ehemalige Residenz der iranischen Schahs, der Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete <a href="Golestanpalast" title="Golestanpalast">Golestanpalast</a>, die von der Pahlavi-Dynastie ausgebaute und weiter genutzte <a href="Saadabad-Palastanlage" title="Saadabad-Palastanlage">Saadabad-Palastanlage</a>, und der <a href="Niavaran-Palastkomplex" title="Niavaran-Palastkomplex">Niavaran-Palastkomplex</a>.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Schams-ol-Emare im <a href="Golestanpalast" title="Golestanpalast">Golestanpalast</a></div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Schahrdari-Gebäude im Platz des <a href="Tupchaneh" title="Tupchaneh">Tupchaneh</a></div>
</li>
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<div class="gallerytext"><a href="Imam-Reza-Schrein" title="Imam-Reza-Schrein">Imam-Reza-Schrein</a> in Maschhad</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Agha-Bozorg-Moschee und -Madrasa</div>
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<div class="gallerytext">Sepahsalar-Moschee</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Baharestanpalast</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tekiye Daulat (zerstört), Malerei, <a href="Kamal-ol-Molk" title="Kamal-ol-Molk">Kamal-ol-Molk</a>, 1892</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Chane-ye_Borudscherdi" title="Chane-ye Borudscherdi">Haus der Borudscherdis</a></div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Der <a href="Gro%C3%9Fer_Basar_(Teheran)" title="Großer Basar (Teheran)">Große Basar von Teheran</a></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pahlavi-Dynastie:_1925–1979"><span id="Pahlavi-Dynastie:_1925.E2.80.931979"></span>Pahlavi-Dynastie: 1925–1979</h3></div>

<p>1925 setzte <a href="Reza_Schah_Pahlavi" title="Reza Schah Pahlavi">Reza Schah Pahlavi</a> mit Unterstützung der britischen Regierung den letzten Schah der Kadscharen, <a href="Ahmad_Schah_Kadschar" title="Ahmad Schah Kadschar">Ahmad Schah Kadschar</a> ab und gründete die <a href="Pahlavi_(Dynastie)" title="Pahlavi (Dynastie)">Pahlavi-Dynastie</a>. Er setzte eine konstitutionelle Monarchie ein, die bis zur <a href="Islamische_Revolution" title="Islamische Revolution">Islamischen Revolution</a> 1979 Bestand hatte. Reza Schah führte soziale, wirtschaftliche, und politische Reformen in seinem Land ein, das nach seinem Willen in <a href="Iran" title="Iran">Iran</a> umbenannt wurde.
</p><p>Um ihre Herrschaft zu legitimieren, suchten Reza Schah und sein Sohn <a href="Mohammad_Reza_Pahlavi" title="Mohammad Reza Pahlavi">Mohammad Reza Pahlavi</a> alte persische Traditionen wiederzubeleben. Deutlich wird dies am Beispiel des <a href="Freiheitsturm_(Teheran)" title="Freiheitsturm (Teheran)">Freiheitsturms</a> im Zentrum des Azadi-Platzes in Teheran, der Elemente der sasanidischen Architektur wieder aufgreift. Das <a href="Stadttheater_Teheran" title="Stadttheater Teheran">Stadttheater Teheran</a> zitiert griechische und römische sowie traditionelle persische Bauelemente, wie die Pfeiler von Persepolis, und integriert sie in moderne Bauformen. Die Dachkonstruktion der Kuppel erinnert stilistisch an die Zeit der Ilchane. Das <a href="Talar-e_Rudaki" title="Talar-e Rudaki">Opernhaus</a> folgt westlichen modernen Bauformen, ebenso das <a href="Teheraner_Museum_f%C3%BCr_Zeitgen%C3%B6ssische_Kunst" title="Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst">Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst</a>, das die traditionellen Windturm-Anlagen (<a href="Badgir" title="Badgir">Badgir</a>) architektonisch integriert.<sup id="cite_ref-Kleiss_S438_12-2" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_S438-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das Marmarpalast</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das Tor des Schahrbanipalastes</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Das Senatshaus in <a href="Teheran" title="Teheran">Teheran</a> von Heydar Ghiai</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Das <a href="Teheraner_Museum_f%C3%BCr_Zeitgen%C3%B6ssische_Kunst" title="Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst">Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst</a>, Integration von traditionellen Windturmelementen</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Der Bahnhof von <a href="Maschhad" title="Maschhad">Maschhad</a>, von Yves Ghiai</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zoroastrischer Feuertempel von Yasd</div>
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<div class="gallerytext">Alborz-College</div>
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<div class="gallerytext"><a href="Iranisches_Nationalmuseum" title="Iranisches Nationalmuseum">Iranisches Nationalmuseum</a></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Islamische_Revolution_und_Moderne">Islamische Revolution und Moderne</h3></div>
<p>Während die moderne Sakralarchitektur – beispielhaft am <a href="Chomeini-Mausoleum" title="Chomeini-Mausoleum">Chomeini-Mausoleum</a> zu erkennen – weiterhin der klassischen islamischen Bautradition folgt, orientieren sich weltliche Bauten eher an westlich-modernen Architekturformen. Im Wohnungsbau werden moderne Baustoffe wie Stahl und Beton verwendet.<sup id="cite_ref-Kleiss_S438_12-3" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_S438-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die Tabiat-Brücke, Teheran, im Hintergrund das <a href="Elburs-Gebirge" class="mw-redirect" title="Elburs-Gebirge">Elburs-Gebirge</a></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelne_Bauformen_und_Elemente">Einzelne Bauformen und Elemente</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wasserbau,_Taubentürme,_Kühlhäuser"><span id="Wasserbau.2C_Taubent.C3.BCrme.2C_K.C3.BChlh.C3.A4user"></span>Wasserbau, Taubentürme, Kühlhäuser</h3></div>
<p>Die klimatischen Bedingungen in Iran erfordern verschiedene Formen der Wasserwirtschaft. Das traditionelle System der <a href="Qanat" title="Qanat">Qanate</a> oder Kariz kann Wasser unterirdisch über weite Strecken führen. Wasserreservoire (<a href="Ab_Anbar" title="Ab Anbar">Ab Anbar</a>) dienen der Speicherung des Wassers. Von Flüssen wie dem <a href="Zayandeh_Rud" title="Zayandeh Rud">Zayandeh Rud</a> wurden zu safawidischer Zeit in Isfahan Kanäle abgeleitet, die Wasser erst durch Wasserbecken der großen Gartenanlagen wie dem <a href="Tschah%C4%81r_B%C4%81gh_(Isfahan)" title="Tschahār Bāgh (Isfahan)">Tschahār Bāgh</a>, und dann weiter zur Bewässerung auf die Felder leiteten.
</p><p><a href="Taubenschlag" title="Taubenschlag">Taubentürme</a> (<i>Borj-e-Kabutar</i> – „Taubenburg“, oder allgemeiner <i>Kabutar Khaneh</i> – „Taubenhaus“) aus kalkverputzten Lehmziegeln haben meist die Form abgestumpfter Pyramiden oder von Rundtürmen mit flachen Dächern, wobei auch sich stufenförmig nach oben verjüngende Türme vorkommen. Die berühmten Taubentürme von Isfahan sind rund oder kleeblattförmig.<sup id="cite_ref-Kleiss_S437_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kleiss_S437-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie können einen Durchmesser von über 15&nbsp;m und Höhen von 10–20&nbsp;m erreichen. Die Wände sind aus Lehmziegeln gemauert und teilweise mit Kalkputz überzogen. Für die wenig fruchtbaren Böden der Felder waren große Mengen Dünger nötig. <a href="Guano" title="Guano">Taubenkot</a> wurde auch als Beize in der Lederindustrie verwendet, sowie zur Herstellung von <a href="Schwarzpulver" title="Schwarzpulver">Schwarzpulver</a>.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben zahlreichen erhaltenen Taubentürmen in ganz Iran sind aus safawidischer Zeit die <a href="Sieben_T%C3%BCrme_von_Charun" title="Sieben Türme von Charun">Sieben Türme von Charun</a> erwähnenswert.
</p><p>Lebensmittel wurden traditionell in speziellen Kühlhäusern (<a href="Yachtschal" title="Yachtschal">Yachtschal</a>) frisch gehalten.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Taubenschlag" title="Taubenschlag">Taubenschlag</a> (Kabutar-Chane) in Isfahan</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Persische_Windm%C3%BChle" title="Persische Windmühle">Persische Windmühle</a> in Süd-Chorasan</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ein <a href="Yachtschal" title="Yachtschal">Yachtschal</a> in Yazd</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ein <a href="Ab_Anbar" title="Ab Anbar">Ab Anbar</a> (mit <a href="Badgir" title="Badgir">Windtürme</a>) nahe die <a href="Dachma" title="Dachma">Dachma</a> von Yazd</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Parthische_Kunst" title="Parthische Kunst">Parthische Kunst</a></li>
<li><a href="Sassanidische_Kunst" title="Sassanidische Kunst">Sassanidische Kunst</a></li>
<li><a href="Liste_von_Denkm%C3%A4lern_in_Iran" title="Liste von Denkmälern in Iran">Liste von Denkmälern in Iran</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
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<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.iranian-architects.eu/">Verein Iranische Architekten in Europa</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20060321184342/http://www.iranchamber.com/architecture/short_history_highbuildings_iran.php">Geschichtsüberblick über die iranische (persische) Architektur</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 21. März 2006 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
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<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20040718190424/http://www.iranchamber.com/architecture/bazaar_of_isfahan1.php">Bazararchitektur Isfahan</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 18. Juli 2004 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Klaus_Schippmann" title="Klaus Schippmann">Klaus Schippmann</a>: <i>Die iranischen Feuerheiligtümer</i> (= <i><a href="Religionsgeschichtliche_Versuche_und_Vorarbeiten" title="Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten">Religionsgeschichtliche Versuche und Vorarbeiten</a>.</i> Band 31). Walter de Gruyter, Berlin / New York 1971, ISBN 3-11-001879-9 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=HWwiAAAAQBAJ">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche).</span>
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<li id="cite_note-Kleiss_S437-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Kleiss_S437_13-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfram Kleiss: <cite style="font-style:italic">Geschichte der Architektur Irans</cite>. Reimer, Berlin 2015, ISBN 978-3-496-01542-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>437</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Persische+Architektur&amp;rft.au=Wolfram+Kleiss&amp;rft.btitle=Geschichte+der+Architektur+Irans&amp;rft.date=2015&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783496015420&amp;rft.pages=437&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=Reimer" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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